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Still der Garten, still die Hall,
Still das
Dorf,
kein Tritt noch Schall
Eegt sich weit und breit im Haus.
Auch die Nachbarfrau, mein Graus,
Die coquette Sakura
Drüben, blieb heut wohl nicht da ;
Schwirrt heut nicht, wie gestern
munter
Bald
treppauf,
und bald treppimter :
Stille dort, wie hier im Haus —
Leis,
ganz leis nur piept die Maus.
Ich, die Zof, die — Maus, wir drei
Stehn verlassen hier: es sei!
Wollen uns die Zeit vertreiben
Langeweil soll ferne bleiben.
(Reiskörner in die Ecke der Veranda streuend.)
Nimm dies Körnchen, Mäuschen klein,
Heut bliebst du mir treu allein.
(Ruft ins Haus.)
Dainino! — Wo die mag weilen?
Scheint sich heut nicht zu beeilen.
(Nachdenklich :)
Zeigt Matsu in letzter Zeit
Nicht zu viel Gleichgültigkeit? . . .
Liesz der Mann drei Tag verstreichen
Seit er weder Brief noch Zeichen
Mir gesandt, noch selbst gekom-
men ! . . . .
Was kann solche Lieb mir frommen?
(Zu Dainino, die mit Wasserkrug und Bündel
von der Gartenseite auftritt)
Ei,
so wirst du endlich sichtbar ?
Scheint dir heut noch nichts verrichtbar
Da du früh lustwandelst —
Dainino. (.),
Herrin, eifre doch nicht so!
Sieh! vom Brunnen eiligst kam ich
Graden Wegs und nichts vernahm ich
Was da rechts und links geschah.
Plötzlich steht er vor mir da!
Bat, beschwor mich —
Tsu.
Wer?
Dai. Und drängte
Ob ich gleich hindurch mich zwängte,
Faszt er sanft mich —
Tsu.
Treibst Du Spasz,
Törin! wer, sprich, wo und was?
Dai. Ei wer denn? Der Lord war das!
Ihm zur Seit die Diener beide;
Bleich der Lord, wie weisze Seide,
Sprach von Dir nur stets —
Tsu.
Und dann?
Ei was geht der Lord uns —
Dai. Au?
Gestern dacht ich auch so, heute —
(Für sich :)
Seheint er mir willkommene Beute.
Tsu.
Möchtest du noch etwas sagen?
Dai. Herrin, darf ein Wort ich wagen?
Tsu.
Sprich !
Dai. Wirst du nicht böse werden?
Tsu.
Nein.
Dal Auf unser Heimaterden
Taugt kein Mann, — Matsu selbst nicht,
Denn —
Tsu.
Welch dummes Zeug die spricht;
Weiszt Du nichts gescheidtres,
schweige!
(Für sich, als ob sie Daininos vorlaute Reden
gar nicht merke:)
Geht Matsus Lieb wohl zur Neige?
Garst'ger Mann, drei Tag schon ferne !
Dai. (Hinhorchend :)
Herrin, öfter gleicht dem Sterne
Männerlieb, verlischt im Nu !
Tsu.
Seine Lieb gehört dazu ! —
Garst'ger Mann, bleib, bleib denn aus,
Jetzt umkreist ein Lord mein Haus!
Wahrlich und nur sehr beschwerlich
Wärst Du heut mir und entbehrlich :
Bleibe, bleib' denn heut noch ferne.
(Seufzend :)
Morgen hätt ich dich wohl gerne.—
Dai. (Wie o.)
Herrin, was dein Herz auch spricht,
Glaub an seine Liebe nicht.
Tsu.
(Wie o.)
Diese Magd hat scharfen Blick —
Aber ich, voll Ungeschick
Soll mich länger narren lassen? —
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